Was ist Ashtanga Yoga eigentlich genau, was bedeutet Vinyasa und wer ist denn dieser Bikram, von dem alle reden?

 

Yoga Stile gibt es sehr viele und einige haben eine lange Tradition und andere sind neu entwickelt.

 

Es macht uns Yoga Lehrende und uns Menschen im Allgemeinen aus, vielfältig sein zu können und auch den Weg des Yoga zu erforschen. Durch einen bestimmten Stil oder durch mehrere Stile erfahren wir, wie Yoga wirkt und was es mit uns macht. Egal welchen Stil Du praktizierst, es geht immer um Einheit zwischen Körper, Seele, geist, dem Innen und Aussen. 

 

Ich möchte Dir hier einen kleinen Überblick zu verschiedenen Yoga Stilen geben. Ich hoffe

es hilft Dir, Dich im Yoga Dschungel besser zurecht zu finden und / oder Neues für Dich zu entdecken.

                                                                                                                           -Bikram Choudhury-

 


Ashtanga Yoga


Das Wort Ashtanga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "8 Glieder". In diesem Yoga Stil, begründet von Sri.K.Patthabi Jobs, der ein Schüler von T. Krishnamacharya war, werden bestimmte Übungsreihen, besonders die Übergänge in anders Posen, in  immer wieder gleicher und herausfordernder Reihenfolge praktiziert.

  

Bikram Yoga


Typisch für diesen Yogastil, der von Bikram Choudhury ins Leben gerufen wurde und deren Reihenfolge von 26 Übungen und 2 Atemübungen, sich immer wiederholt, ist die Raumtemperatur von 40 Grad. 

Die Wärme hat einen positiven Effekt auf dem Körper, Muskeln und Sehnen. Das Schwitzen hilft beim Entgiften und den Kopf abzuschalten. Du kommst wieder in Deine Einheit von Körper, Geist und Seele.

 

Gesichts Yoga


Unser Gesicht ist der Spiegel unserer Seele. Diese Praxis, widmet sich straffen Gesichtszügen und einem frischen entspannten Gesicht. Gesichtsyoga kräftigt die Muskulatur. Dies bewirkt einen freien Fluss der Energien. Die Übungen bestehen aus Massagen mittels der Finger und hilft Kopfschmerzen und Anspannungen im Kiefer entgegen zu wirken. 

 

Iyengar Yoga


Basierend auf den Lehren von B.K.S. Iyengar, konzentriert sich dieser Stil ganz besonders auf die genaue und klare Ausrichtung des Körpers. Hilfsmittel wie Yogablöcke, Gurte und anderem helfen bene, genau die Ausrichtung zu unterstützen und gegebenenfalls nachzuhelfen. Ist diese gefunden, werden die Asanas lang gehalten um die die Übung nachspüren zu können. Dieser Yoga Stil ist besonders für Menschen mit Verletzungen und körperlichen Einschränkungen geeignet, jedoch wunderbar, für jeden, der Wert auf Genauigkeit legt.

 

Karma Yoga


 

Luna ist in den romanischen Sprache, das Wort für: MOND.

Diese sanfte Forme des Hatha Yoga, ist eine Form des Hormon Yoga, die sich den Übenden und ihrer gegenwärtigen Lebenslage, sowie Tagesform anpasst. Verschiedene Bewegungen, Haltungen und individuelle Atemtechniken, führen zu erhöhtem Bewusstsein, innerer Ruhe  und Entspannung.

Aerial Flow Yoga


Wird auch of als Anti Gravity Yoga ® bezeichnet, zumal bei Aerial Flow Yoga, der Focus, mehr auf einer fliessenden Abfolge der Asanas im Tuch liegt. Luftakrobatik und Yoga treffen hier aufeinander. Jeder Schüler hängt hier in einem elastischen Trapeztuch von der Decke. Das üben im Tuch ist   aber sehr heilsam und schön.

 

Budokan® Yoga


Budokan, kommt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern BU - Krieger, DO - Weg und KON - Seele. Gegründet von Cameron Shayne vereinen sich hier Yoga Asanas mit vielen Bewegungen aus traditionellen Kampfkunststilen. Dieser Stil ist geeignet, wenn Schnelligkeit, Agilität, Koordination und Körperkontrolle, sowie Kraft und innere Balance eine Rolle im Leben des Schülers spielen.

 

Hatha Yoga


Hatha Yoga ist der Überbegriff für körperliches Yoga. Wenn von körperlichem Yoga die Rede ist, ist meist Hatha Yoga gemeint. Hatha setzt sich zusammen aus en Silben HA - Sonne und THA - Mond zusammen. Ein Synonym für die polare Welt. Frei interpretiert bedeutet dies ganz simple: Dann, wenn sich Gegensätze verbinden, findet Yoga statt.

 

Jivamukti Yoga


Jivamukti Yoga wurde in den 80er Jahren von den Amerikaner Sharon Gannon und David Life in New York gegründet. Das Wort JIVAMUKTI setzt sich zusammen aus JIVA - Seele und MUKTI - Befreiung. Musik und spirituelle Elemente werden hier gemeinsam mit Asanas aus dem Hatha Yoga  und Meditation kombiniert und praktiziert. Ebenso Mantren. Jivamukti Yoga ist mehr als nur ein schnelllebiger Trend, denn es möchte auch das Wissen über die traditionellen Yogalehrern vermitteln. 

 

Power Yoga


Der bekannte Yogalehrer Bryan West, aus den USA, hat seinen Yoga Stil aus dem Ashtanga Yoga heraus entwickelt. Der Unterschied ist, das während einer Power Yoga Klasse die Asanas, Atemübungen und Bewegungsabläufe, an den Schüler angepasst werden. Dies ist ein dynamischer Yogastil und perfekt geeignet für Leute, die es gerne kraftvoll im Yogaunterricht mögen.

Acro Yoga®


Acro Yoga wurde 2003 als marke etabliert und leitet sich von Akrobatik ab. Es vermittelt einen kunstvoll, tunesischen Stil, der zu zweit praktiziert wird. Ein Partner bildet die Basis, während der andere Partner sich, auf den Händen der Basis ausbalanciert und eine Reihe von Yoga  Übungen ausübt. 

 

Forrest Yoga


Forrest Yoga wurde von der Amerikanerin Ana Forrest entwickelt und steht vor allem für: Atem, Stärke, Integrität und Spirit. Die Intensität der Übungsreihe führen in die Tiefe und heilen körperliche und seelische Verletzungen. Dies ist eine Yogapraxis, für Menschen, die bereit sind, sich ihrem tiefen Spirit hinzugeben und sich drauf einlassen wollen in die Tiefen Ihrer selbst zu tauchen.

 

Hormon Yoga


In den 90 er Jahren entwickelte die brasilianische Psychologin und Yogalehrerin Dinah Rodriquez das sogenannte Hormon Yoga. Hier werden Übungen aus dem Hatha Yoga, und dem Iyengar Yoga kombiniert Atemtechniken mit tibetischen Energieübungen  und  ausgeübt. Dies reguliert vor allem den weiblichen Hormonhaushalt und widmet sich der seelischen Gesundheit.

 

Kundalini Yoga


Hier widmet man sich sehr stark der geistigen, spirituellen und energetischen Aspekte der Yogapraxis und wurzelt in den Lehren des Yogi Bhajan. Im Kundalini wird eine bestimmte Kraftquelle erweckt, die in uns allen schlummert. Die KUNDALINI ENERGIE, oder auch Lebenskraft genannt. Das Aktivieren dieser Energie wird durch Atemübungen, einem  fixen Übungsset zu einem bestimmten Thema Meditation und Mantra Chancen erreicht.

Wenn diese Energie erweckt ist, wird man schnelle und tiefgreifendere Veränderungen feststellen.  

 

Vinyasa Yoga


Vinyasa bedeutet, im Fluss zu sein. So stehen Atemfluss und Bewegung im Einklang, denn beim Vinyasa Yoga geht es bewegt zu. Der Sonnengruss ist z. B. eine typische Vinyasa Übung. Ziel des Vinyasa Yoga ist es, Körper, Geist und Seele in eine Einheit zu bringen. Somit ist diese Praxis Körperarbeit und Meditation in einem. Geeignet für ambitionierte Anfänger und Fortgeschrittene 

Anusara Yoga®


1977 wurde dieser Yoga Stil von  dem US Amerikaner John Fried entwickelt. Anusara heißt übersetzt: "mit Anmut fließen". Daher liegt hier der Focus in diesem Stil auf einer genauen Ausrichtung des Körpers und einer lebensbejahenden und positiven Einstellung zum Leben und zur Praxis. Für jedes Level geeignet. 

 

Gentle Yoga


Die Yoga Praxis ist ein sanfter, stärkender und nährender Stil, die einen besonderen ruhigen und doch kraftvollen Charakter haben. Hier fließt man durch harmonische Sequenzen, und erlernt Grundhaltungen. So kann man den Körper intensiver spüren und stärken.  Die Flexibilität wird erhöht und der Geist beruhigt. Dieser Yoga Stil bietet sich für Neueinsteiger und Yoga Anfänger besonders gut an.

 

Integraler Yoga


Es handelt sich hier um einen ganzeinheitlichen Yoga Stil, der vor allem von Swami Satchidananda, Schüler von Swami Shivananda geprägt wurde. Es wird in diesem Yoga Stil verfolgt,  alle bestehenden 6 Yogawege möglichst gleichwertig im Leben zu entwickeln. Dazu zählen: Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Karma Yoga, Janina Yoga, Bhakti Yoga und Raja Yoga.

 

Sivananda Yoga


Yoga als Weg, das Leben besser meistern zu können und es an möglichst viele Menschen weiterzugeben, war Swami Vishnudevananada's Ziel, als er 1959, das 1. Sivananda Center, eröffnete. Der Shivananda Yoga Stil, hat sehr zur grossen Bekanntheit von Yoga, in der westlichen Welt, auf der ganzen erde, beigetragen und basiert auf den typischen Prinzipien der Asana's, Meditation und Pranayama. In der Praxis folgt Sivananda Yoga, einer Abfolge von 12 Positionen und ist sehr gut für Yoga Einsteiger und Anfänger geeignet.

 

Yin Yoga


Einsanfter Yogastil, entwickelt von Paul Grilley. Im Yin Yoga werden die Positionen für längere Zeit und passiv gehalten. So wir der Muskel - und Bandapparat, sowie das tiefe Bindegewebe, einige Meridiane, Gelenke und der gesamte Energiefluss im Körper positiv angesprochen. Ein Stil, der für Alle geeignet ist, die Yoga gerne auf sanfte Art genießen möchten.